Gemeinsam für eine bessere
medizinische Versorgung in Ostafrika

Verhütung

In Uganda herrscht ein allgemeines Bildungsdefizit, insbesondere sind aber bedeutende Gefahren im täglichen Umfeld der Menschen weitgehend unbekannt! HIV ist nicht die einzige der verbreiteten Infektionskrankheiten, es besteht aber nach wie vor ein Defizit in der Aufklärung und in den Möglichkeiten der Prävention. Acht von zehn befragten ugandischen Männern lehnen Kondome als Infektionsschutz und Verhütungsoption ab. Kaum jemand hat ihnen aber bisher das „Femidom“, das Kondom für die Frau angeboten. Neun von zehn befragten Paaren waren bereit es auszuprobieren, sieben von diesen neun Paaren waren positiv überrascht und wollen es auch in Zukunft weiterverwenden. Niemandem der Befragten war diese Möglichkeit der Verhütung bisher vorgestellt oder erklärt worden, keiner von ihnen wusste, dass oder wo diese Verhütungsmittel zu bekommen sind. Hier wird deutlich, wie groß der Beratungs- und Aufklärungsbedarf immer noch ist!

Giftstoffe

Das allgegenwärtige Verbrennen von Plastik und anderen Kunststoffen in und in der Nähe von Wohngebäuden setzt viel Dioxin und andere Toxine frei, die sich als Ursache vieler Krankheitsbilder erwiesen haben. Es ist Standard, mit unbeschichteten Kochgefäßen aus Aluminium auf sehr heißen Gasflammen oder auf Holzkohlefeuern zu kochen. Dies hat einen hohen Spiegel von Aluminiumverbindungen in der täglichen Nahrung zur Folge. Der mangelnden Kenntnis über die Folgen dieser Giftstoffe zu begegnen und Aufklärung zu leisten, ist keine leichte Aufgabe! Hier verharrt die ugandische Regierung seit Jahren in Untätigkeit. Es wäre an der Zeit, entsprechende Richtlinien zu verfassen, wie sie viele Nachbarländer schon seit Jahren erlassen haben.